Koloskopie

ggf. mit Polypenabtragung (Polypektomie)

Die Spiegelung des gesamten Dickdarms ist eine der häufigsten und wichtigsten Methoden, um Erkrankungen im unteren Verdauungstrakt abzuklären. Diese Koloskopie dient auch der Krebsvorsorge.

Mit einem dünnen, optischen Instrument (Endoskop) werden Dickdarm und meist auch der Enddarm bis zum Ende des Dünndarms betrachtet. Zusatzinstrumente (Biopsiezange, Elektroschlinge) erlauben Gewebeentnahmen oder das Abtragen von Polypen. Zur besseren Übersicht wird der Darm mit Luft entfaltet. Polypen sind meist gutartig, können aber bluten oder zu Krebs werden und werden schmerzlos entfernt und feingeweblich untersucht.

Voraussetzungen

So bereiten Sie sich bestmöglich auf die Untersuchung vor.

Nüchternheit

Zur Beurteilung des Dickdarms muss der Darm sauber sein. Das Abführmittel erhalten Sie mindestens eine Woche vorab in unserer Praxis.

24 Stunden vor der Untersuchung bitte nichts mehr essen.

Sedierung

Eine Sedierungsspritze versetzt in einen kurzen narkoseähnlichen Zustand; Puls und Sauerstoffsättigung werden überwacht.

Nach Sedierung: 24 Std. nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen oder an Maschinen arbeiten; keine wichtigen Entscheidungen treffen. Bitte Abholung organisieren.

Mitbringen

Bitte bereit halten:

  • Versichertenkarte und Überweisungsschein
  • Medikamentenplan (falls vorhanden)
  • ggf. Telefonnummer der abholenden Person
  • Bei kalten Temperaturen eine Decke
  • Bequeme Kleidung

Aufenthalt

Der Praxisaufenthalt wird etwa 1 Stunde betragen.

Organisieren Sie eine Person, die Sie danach abholt.

Nach der Spiegelung

Zeitfenster

Die Spiegelung dauert in der Regel bis zu 20 Minuten, bei Polypektomie auch etwas länger.

Betäubung

Nach Betäubung: frühestens nach 24 Std. wieder aktiv am Straßenverkehr teilnehmen oder an Maschinen arbeiten.

Keine wichtigen Entscheidungen treffen; bitte Begleitperson zum Abholen einplanen.

Schmerzen

Bei Bauchschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Fieber oder stärkeren Blutungen aus dem After bitte sofort ärztlich melden.

Aufklärung und Einverständnis

Die Darmspiegelung, ggf. mit Polypenabtragung, ist ein routiniertes Verfahren. In seltenen Fällen können Komplikationen auftreten.

1

Sehr selten sind Verletzungen der Darmwand durch Endoskop, Zusatzinstrumente oder das Einblasen von Luft. Bei Polypektomie kann eine Operation, ggf. mit künstlichem Darmausgang, erforderlich werden.

2

Sehr selten sind stärkere Blutungen durch das Abtragen von Polypen. Meist behandelbar durch Clips oder blutstillende Medikamente über das Endoskop.

3

In Einzelfällen kann es zu Herz-Kreislaufstörungen oder beschleunigter Magenentleerung kommen, insbesondere nach Beruhigungs- und Schmerzmitteln. Nachblutungen oder seltene Darmwandverletzungen können auch Tage nach Polypektomie auftreten.

Weitere Fragen?

Kontaktieren Sie uns gern – wir besprechen alle offenen Punkte persönlich mit Ihnen.

Informieren Sie sich auch über unsere Gastroskopie oder den H2-Atemtest. Für Terminabstimmungen erreichen Sie uns telefonisch.

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